Über die Postleitzahl 71296
Rund 15 Kilometer südöstlich von Pforzheim, inmitten des Heckengäus, liegt die Stadt Heimsheim im Enzkreis. Weitere Ortschaften gibt es im Stadtgebiet nicht, doch die Postleitzahl 71296 reicht mit einem kleinen Anteil auch auf den benachbarten Rutesheimer Stadtteil Perouse.
Heimsheim entstand am Rand eines alemannischen Gräberfeldes und wurde erstmals 965 als Heimbodesheim urkundlich erwähnt, damals empfing Kaiser Otto der Große hier seine beiden Söhne nach seiner Kaiserkrönung in Rom. Die Stadtrechte sind erstmals 1295 in einer Urkunde des Klosters Bebenhausen nachgewiesen und wurden 1456 von Kaiser Friedrich III. bestätigt. Im 14. Jahrhundert war der Ort Schauplatz der Geschichte des Schleglerbundes, eines Bündnisses von Rittern gegen die aufkommende Macht des Hauses Württemberg – ein Thema, das bis heute bei den SchlossHOFspielen aufgeführt wird. Das Ensemble aus Schleglerschloss, Graevenitz’schem Schloss, Zehntscheuer und Stadtkirche bildet den namensgebenden Heimsheimer Schlosshof; im Graevenitzschen Schloss ist heute das Rathaus untergebracht. Nordwestlich der Stadt, nahe der Autobahnauffahrt, befindet sich die Justizvollzugsanstalt Heimsheim.
Auf 15,3 km² leben 5.425 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 355 Menschen je Quadratkilometer. Über die Anschlussstelle 46 ist Heimsheim an die Bundesautobahn 8 angebunden. Nachbarorte sind Weil der Stadt, Renningen, Rutesheim und Friolzheim.