Über die Postleitzahl 75233
Tiefenbronn liegt im Enzkreis dort, wo der Nordschwarzwald in die Naturräume Schwarzwald-Randplatten und Obere Gäue übergeht. Die Siedlungen liegen überwiegend auf Hochflächen oberhalb des Würmtals, lediglich Mühlhausen befindet sich bereits im Talgrund selbst. Zur Gemeinde gehören die drei Ortsteile Tiefenbronn, Mühlhausen und Lehningen mit Flächenanteilen von rund 53, 30 und 18 Prozent.
Erstmals erwähnt wird der Ort 1105 im Codex Hirsaugiensis. Er gehörte den Herren vom Stain, ehe Jakob von Stein ihn 1407 an Diether V. von Gemmingen verkaufte, den Begründer der Linie Gemmingen-Hagenschieß. Weil deren Gebiet die Reformation nicht annahm, blieben Tiefenbronn und das benachbarte Neuhausen eine katholische Enklave im protestantischen Pforzheimer Umland – ein Umstand, dem die bis heute ungebrochene Fasnetstradition zugeschrieben wird. Erst 1823 gründete Aloys Henhöfer in Mühlhausen durch seinen eigenen Übertritt eine evangelische Gemeinde.
Die 600 Jahre alte Kirche St. Maria Magdalena in Tiefenbronn beherbergt gleich zwei bedeutende spätmittelalterliche Altäre: den Hochaltar von Hans Schüchlin von 1469 und den Magdalenenaltar von Lukas Moser von 1432, dazu eine gotische Silbermonstranz. In Mühlhausen stehen die katholische Kirche St. Alexander von 1495 und das alte Wasserschloss Steinegg mit einer Wehrmauer von 1551/1553. Getragen vom 1954 gegründeten Tiefenbronner Carnevalverein gilt die hiesige Fasnet, deren Symbolfigur der „Schmellenhopfer“ ist, als älteste ihrer Art im Enzkreis.
Über Land- und Kreisstraßen ist Tiefenbronn an die Anschlussstelle Heimsheim der Bundesautobahn 8 angebunden, Regionalbusse verbinden den Ort mit Pforzheim, Weil der Stadt und Leonberg. Auf 14,7 km² leben 5.301 Menschen, das ergibt 360 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Weil der Stadt, Friolzheim, Heimsheim, Wimsheim, Pforzheim und Neuhausen.