Über die Postleitzahl 71336
Drei Teilorte der Großen Kreisstadt Waiblingen liegen unter der Postleitzahl 71336: Bittenfeld, Neustadt an der Rems und Hohenacker, alle 1975 eingemeindet. Waiblingen zählt vier Postleitzahlen im Rems-Murr-Kreis, weshalb hier weniger die Kreisstadt selbst als die einzelnen Ortsteile im Vordergrund stehen.
Bittenfeld wird schon 1185 urkundlich genannt und war Sitz der gleichnamigen Ortsadelsfamilie, deren Geschlecht Schloss und Burg über mehrere Besitzerwechsel bis ins 17. Jahrhundert hielt, ehe ein Großbrand das Schloss 1852 zerstörte. Nach dem Ort ist die Apfelsorte Bittenfelder benannt. Neustadt geht auf eine Gründung des 13. Jahrhunderts als Konkurrenzsiedlung zu Waiblingen zurück, urkundlich erstmals 1298 als „daz Stättel, doz niuwe Waibelingen heizzet“ erwähnt; Ausgrabungen von 1978 legten Mauerreste einer Burg aus dem 11. Jahrhundert frei. 1682 entdeckte man bei Umbauarbeiten an einer Mühle drei Mineralquellen, aus denen sich ab 1819 das Bad Neustädtle entwickelte. In Hohenacker erinnern nur noch Flurnamen an zwei mittelalterliche Burgen, dafür ist die 1489 erneuerte evangelische Erharts-Kirche erhalten; der Ort ist über den Bahnhof Neustadt-Hohenacker an die S-Bahnlinie S3 nach Stuttgart angebunden.
Zu den drei Stadtteilen zählen kleinere Wohnplätze wie der Erbachhof, seit 1560 im Besitz der Stadt Waiblingen, und der Zillhardtshof, der 1350 erstmals als Weiler erwähnt wurde und einst zum Kloster Adelberg gehörte.
Auf 18,0 km² kommen 16.106 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 894 je Quadratkilometer. Angrenzend liegen unter anderem Schwaikheim (71409) und Leutenbach (71397).