Über die Postleitzahl 71543
Im Mainhardter Wald, im Landkreis Heilbronn, liegt die Gemeinde Wüstenrot – bekannt vor allem als Namensgeber der 1921 hier gegründeten, später nach Ludwigsburg umgezogenen Wüstenrot Bausparkasse. Die Postleitzahl 71543 deckt fast die gesamte Gemeinde ab und reicht zudem mit kleinen Anteilen in die Städte Löwenstein und Beilstein hinein.
Erste urkundliche Erwähnung im Gemeindegebiet fand 779 der heutige Weiler Stangenbach im Zuge einer Schenkung an das Kloster Fulda, Wüstenrot selbst erst 1325. Mehrere Ortsteile entstanden im 16. Jahrhundert als Rodungssiedlungen bei Glashütten, die von den reichen Holzvorräten der umliegenden Wälder profitierten: Finsterrot um 1500, Maienfels als Burgweiler schon 1302 erwähnt, Neuhütten um 1541 als Straßendorf angelegt. Am 6. Februar 1961 rutschten bei einem Felsrutsch Teile des Burgbergmassivs auf den Ort Maienfels und verursachten Schäden. Erst 1973 und 1974 wurden Neulautern, Finsterrot, Maienfels und Neuhütten zur heutigen Einheitsgemeinde Wüstenrot zusammengeschlossen.
In der Ortsmitte von Wüstenrot steht die Kilianskirche, die auf eine romanische Kapelle des 11. Jahrhunderts zurückgeht und 1732 erheblich erweitert wurde. Der Ortsteil Maienfels ist Weinbauort mit Lagen der Großlage Lindelberg, und im tiefer gelegenen Oberheimbach erlaubt das milde Klima ebenfalls Weinbau. An die Geschichte der Bausparkasse erinnert bis heute ein eigenes Bauspar-Museum, daneben gibt es ein Glas- und Heimatmuseum.
Auf 32,9 km² leben 6.814 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 207 je Quadratkilometer. Wüstenrot liegt an der Bundesstraße 39 und der Idyllischen Straße, benachbart sind unter anderem Spiegelberg (71579) und Oberstenfeld (71720).