Über die Postleitzahl 72131
Im Tal der Steinlach, rund 13 Kilometer südlich von Tübingen, liegt die Gemeinde Ofterdingen, deren Gebiet fast vollständig die Postleitzahl 72131 bildet. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals um 1115, von 1417 bis 1802 gehörte er dem Kloster Bebenhausen. Eine Verbindung zur mittelalterlichen Sagenfigur Heinrich von Ofterdingen, dem Namensgeber der Erzählung von Novalis, gilt als unwahrscheinlich und ist nicht zu belegen – dennoch steht ihm auf dem Kirchplatz eine Statue.
Das Ortsbild prägen das 1523 erbaute Rathaus und die evangelische Mauritiuskirche, deren Bau 1522 begann und 1534 fertiggestellt wurde. Im Bachbett der Steinlach liegt das Ammonitenpflaster, eine hundert Meter lange Gesteinsplatte aus Arietenkalk, die als geologisches Naturdenkmal geschützt ist und vor allem bei Niedrigwasser gut zu sehen ist. Seit jeher hat die Holzverarbeitung im Ort Gewicht, erkennbar an mehreren Betrieben für Werkzeugstiele, an Sägewerken und Schreinereien; bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde zudem am Südhang des Kührain Wein angebaut, seit den 1980er Jahren lassen Weinfreunde diese Tradition kleinflächig wieder aufleben.
Die 5.363 Einwohnerinnen und Einwohner der PLZ 72131 verteilen sich auf 15,1 km², das sind 355 je Quadratkilometer. Große Streuobstwiesen im Vorfeld des Höhenzugs Rammert und am Kührain sind Lebensraum zum Teil seltener Vogelarten.
Die Bundesstraße 27 führt durch Ofterdingen und verbindet den Ort nach Norden mit Stuttgart, nach Süden mit Balingen und Rottweil. Die Vorwahl lautet 07473.