Über die Postleitzahl 72147
Am Fuß des Firstbergs, im Steinlachtal etwa zehn Kilometer südlich von Tübingen, liegt die Gemeinde Nehren, die nahezu vollständig die Postleitzahl 72147 bildet. Die urkundlichen Angaben zur Ersterwähnung schwanken zwischen den Jahren 1086, 1092 und 1150; die heutige Ortsform entstand erst im 15. und 16. Jahrhundert, als die benachbarten Orte Nehren und Hauchlingen zusammengelegt wurden, nachdem sie zuvor schon kirchlich vereinigt worden waren.
Nordöstlich über der Bahnlinie Tübingen–Hechingen liegt mit rund 30 Grabhügeln aus der Hallstattzeit eines der größten Gräberfelder im Landkreis Tübingen. Wegen seiner Lage an der einstigen Schweizer Straße, der heutigen Bundesstraße 27, litt Nehren in Kriegszeiten erheblich unter durchziehenden Truppen: Im Dreißigjährigen Krieg plünderten zunächst die Soldaten des Grafen von Fürstenberg, nach der Schlacht bei Nördlingen 1634 die kaiserlichen Truppen, sodass am Ende 72 zerstörte Häuser und Scheunen gezählt wurden. Die evangelische Veitskirche stammt in ihrem Kern aus dem Jahr 1430, ihr Turm wurde 1511 erhöht und erhielt 1512 einen Fachwerkaufsatz mit Schallarkaden.
Umrundet wird der Ort vom kleinen Flüsschen Wiesbach, das in die Steinlach mündet. Die 4.454 Einwohnerinnen und Einwohner der PLZ 72147 leben auf 8,5 km², das sind 523 je Quadratkilometer.
Nehren besitzt einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Tübingen–Sigmaringen, die Landesstraße 394 verbindet den Ort mit der Bundesstraße 27 Richtung Stuttgart und Rottweil. Die Vorwahl ist 07473.