Über die Postleitzahl 72589
Gut eine halbe Autostunde nordwestlich von Ulm, auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb, liegt Westerheim ganz im Nordwesten des Alb-Donau-Kreises in Baden-Württemberg. Die Postleitzahl deckt mit einem Anteil von 99,3 Prozent nahezu die gesamte gleichnamige Gemeinde ab, die dem Verwaltungsverband Laichinger Alb angehört und mit 815 Metern über NHN die höchstgelegene Gemeinde des Landkreises ist. Zu ihr zählt neben dem Hauptort auch der etwa zwei Kilometer südwestlich liegende Weiler Heuberg, der um 1800 gegründet wurde.
Der Ort wird 861 im Stiftungsbrief des Klosters Wiesensteig erstmals urkundlich genannt. Nach einer kurzen reformierten Phase im 16. Jahrhundert blieb Westerheim katholisch geprägt, wie es die heutige Konfessionsverteilung noch zeigt. Der Dreißigjährige Krieg richtete schwere Zerstörungen an; danach kam der Ort über die Herrschaft Wiesensteig 1752 vollständig an das Kurfürstentum Bayern und 1806 an das Königreich Württemberg. Die Landschaft rund um Westerheim gehört vollständig zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb und zum UNESCO Geopark Schwäbische Alb, was sich auch an zwei Höhlen zeigt: der 212 Meter langen, beleuchteten Schertelshöhle, seit 2016 als Geotop ausgezeichnet, und dem Steinernen Haus, in dessen Eingangshalle sich im Winter mächtige Eiszapfen bilden.
Mit der Fertigstellung der Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm im Dezember 2022 erhielt der nahe Bahnhof Merklingen – Schwäbische Alb den Betrieb, an dessen Kosten sich die Gemeinde finanziell beteiligte. Auf 22,8 km² Fläche zählt Westerheim 3.037 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 133 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Römerstein, Wiesensteig und Laichingen.