Über die Postleitzahl 72587
Auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb, gut zwei Dutzend Kilometer östlich von Reutlingen, liegt die Gemeinde Römerstein. Sie entstand erst 1975 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Orte Böhringen, Donnstetten und Zainingen und benennt sich nach ihrer mit 872 Metern höchsten Erhebung. Die Postleitzahl 72587 umfasst alle drei Ortsteile.
Böhringen wird 1090 erstmals urkundlich erwähnt und im Dreißigjährigen Krieg fast vollständig zerstört. Donnstetten geht vermutlich auf das römische Kastell Clarenna zurück, dessen Vicus rund 500 Meter südlich der heutigen Ortschaft lag; die erste urkundliche Erwähnung als „Tunnesstate“ findet sich schon 776 im Codex Laureshamensis des Klosters Lorsch. Zainingen taucht dort bereits 788 als „Zeininger marca“ auf; seine Martinskirche zählt mit einem Baujahr zwischen 1476 und 1496 zu den ältesten Missionsstationen der Alb und war einst als Schutzhof für Reisende und Salzfuhren auf der Strecke Wien–Paris befestigt. Die Zaininger Hüle gilt als größte erhaltene Hüle der Schwäbischen Alb. Mit drei Skiliften und über 50 Kilometern Langlaufloipen ist Römerstein zudem ein Wintersportort.
Römerstein zählt 4.055 Einwohnerinnen und Einwohner auf 45,9 km², das ergibt eine Dichte von 88 je Quadratkilometer. Die Gemeinde liegt an der Schwäbischen Albstraße, Vorwahl ist 07382. Nachbarorte sind unter anderem Münsingen, Bad Urach und Grabenstetten.