Über die Postleitzahl 73054
Im Filstal, an der Mündung der Krumm zwischen Göppingen und Süßen, liegt die Große Kreisstadt Eislingen/Fils, die zusammen mit ihrem Ortsteil Krummwälden fast die gesamte PLZ 73054 bildet. Die Stadt entstand aus den einst getrennten Orten Großeislingen und Kleineislingen, die im Laufe ihrer Geschichte unterschiedliche Herren hatten – Großeislingen etwa geriet 1343 in die Abhängigkeit der Würzburger Bischöfe, ehe 1492 Graf Eberhard von Württemberg ein Drittel des Ortes erwarb. Erstmals erwähnt wird der Ort schon 861 als „Isininga“ in der Stiftungsurkunde des Klosters Wiesensteig.
Krummwälden taucht 1275 erstmals urkundlich auf; seine Rechte waren lange zwischen den Herren von Bubenhofen, von Rechberg und Württemberg umstritten, bis ein Vertrag von 1592 vor dem Reichskammergericht die Verhältnisse klärte. Mit dem Bahnanschluss 1847 begann für beide Eislingen eine rasche Industrialisierung, die bis heute mit Unternehmen wie dem Schmierstoffhersteller Zeller+Gmelin nachwirkt.
Einen ungewöhnlichen Fund machten Bauarbeiter 2002 beim Bau der neuen B10-Trasse südlich der Stadt: die 180 Millionen Jahre alten Fossilien mehrerer Fischsaurier aus dem Jurameer, seither als Fischsaurierfriedhof von Eislingen bekannt. Zwischen 1940 und 1950 pflegte ein Teil der Eislinger Jugend zudem das aus Nordhessen stammende Manisch als Geheimsprache, vermutlich vermittelt durch fahrende Händler.
Auf 16,4 km² leben 22.016 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 1.344 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Göppingen, Süßen, Salach und Ottenbach.