Über die Postleitzahl 73111
Im Osten des Landkreises Göppingen, rund 16 Kilometer von der Kreisstadt entfernt, liegt die Stadt Lauterstein, wenig zurückgesetzt hinter dem Albtrauf auf Höhen bis über 700 Meter. Die Postleitzahl vereint die beiden Stadtteile Weißenstein und Nenningen sowie einen kleinen Zipfel der Nachbargemeinde Böhmenkirch; zur Stadt gehören zudem die Weiler Lützelalb und Ruppertstetten.
Beide Stadtteile gehörten seit dem späten Mittelalter zur Herrschaft der Familie von Rechberg: Weißenstein erhielt im 14. Jahrhundert Stadtrecht, über der Altstadt thront bis heute das Schloss Weißenstein als ehemaliges Stammschloss der Grafen von Rechberg und Rothenlöwen. Im Nationalsozialismus diente das Schloss 1941 als Zwangsaufenthaltsort für mindestens 58 jüdische Menschen, die von dort aus deportiert wurden. Nenningen wiederum ist seit 1270 urkundlich belegt; seine Pfarrkirche St. Martinus ersetzte 1910 eine ältere Wehrkirche, nachdem deren Turm 1909 eingestürzt war. Erst 1975 schlossen sich Nenningen und Weißenstein zur neuen Stadt Lauterstein zusammen.
Lauterstein dient dem dicht besiedelten Großraum Göppingen als Naherholungsgebiet, mit ausgedehnten Waldflächen auf dem Albuch und dem sagenumwobenen Christental samt Stausee. Auf 24,8 km² zählt die Stadt 2.494 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 101 je Quadratkilometer. Wichtigster Arbeitgeber ist die Federnfabrik Monninger Federn, seit 2016 ergänzt durch den Windpark Lauterstein mit 16 Anlagen.