Über die Postleitzahl 89558
Anders als die meisten Nachbarn liegt Böhmenkirch nicht im Landkreis Heidenheim, sondern im Landkreis Göppingen, zwischen dem oberen Brenz- und Kochertal im Osten und dem großen Talbogen der Fils im Westen. Zur Gemeinde zählen neben dem Hauptort die Teilorte Steinenkirch, Treffelhausen und Schnittlingen, alle seit der Gemeindereform der 1970er Jahre eingemeindet.
Böhmenkirch wurde 1225 erstmals als Bominwirche in einem vatikanischen Register erwähnt und war lange als Pfand an die Grafen von Helfenstein und später an das Haus Rechberg verpfändet, gegen dessen Herrschaft sich die Bevölkerung 1580 bis 1582 im Böhmenkircher Bauernaufstand auflehnte. Eine Brandkatastrophe machte 1910 mit der Zerstörung von 74 Wohnhäusern einen Großteil der Bevölkerung obdachlos. Naturkundlich bemerkenswert ist das Mordloch im Roggental, mit 4,3 Kilometern die drittlängste Höhle der Schwäbischen Alb; im Ortsteil Treffelhausen, der 1859 einem Dorfbrand zum Opfer fiel und danach neugotisch wieder aufgebaut wurde, liegt zudem die Eybquelle.
Die Postleitzahl umfasst 5.579 Einwohnerinnen und Einwohner auf 49,4 km², das entspricht 113 Menschen je Quadratkilometer. Böhmenkirch liegt an der Schwäbischen Albstraße und am Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg, mit Anschluss an die Bundesstraße 466 zwischen Süßen und Heidenheim.