Über die Postleitzahl 73333
Am Ausgang der Schwäbischen Alb, wo sich das Filstal verbreitert und Platz für Ackerland bietet, liegt Gingen an der Fils und stellt nahezu die gesamte gleichnamige Postleitzahl. Aus der jüngeren Latènezeit sind westlich des Dorfes gleich mehrere durch Luftbilder nachgewiesene Viereckschanzen bekannt, dazu kommen Weihesteine aus römischer Zeit und Reihengräber der Merowinger. Die Gingener Bürger werden bis heute als „Schnapper“ bezeichnet, nach einer Legende, wonach der Ort dem Nachbarort Kuchen im 19. Jahrhundert die Rechte an einem Brunnen weggeschnappt habe – bis heute leben Schnapperbrunnen, Schnapperfest und Schnappermobil davon.
Die Ortskirche mit spätgotischem Chor von 1463 trägt an ihrem Nordeingang eine Weiheinschrift aus dem Jahr 984, die deutschlandweit als älteste datierte Kircheninschrift gilt; bei einer Renovierung in den 1960er Jahren kamen übertünchte Wandgemälde von 1487 wieder zum Vorschein. Gingen liegt an der Filstalbahn zwischen Stuttgart und Ulm, der Bahnhof wird halbstündlich vom Metropolexpress bedient, dazu verläuft die Bundesstraße 10 durch das Gemeindegebiet.
4.435 Menschen leben auf 10,0 km², das entspricht 445 je Quadratkilometer. Nachbargemeinden sind Süßen, Donzdorf, Kuchen und Bad Überkingen.