Über die Postleitzahl 73329
Kuchen liegt im breiten Talgrund der Fils, dort wo sich der Fluss nach seinem östlichsten Punkt bei Geislingen langsam nach Westen wendet, und bildet fast vollständig die Postleitzahl 73329. Die frühesten Siedlungsspuren stammen aus der Urnenfelderzeit, ein merowingerzeitliches Gräberfeld liegt nördlich der Fils. Möglicherweise hängt der Ortsname mit der Eisenverhüttung zusammen, bei der kuchenförmige Schlacken entstehen, wie entsprechende Funde im benachbarten Altenstadt nahelegen. Für die Entwicklung des Orts bedeutsam war die Burg Spitzenberg; Kuchen selbst wurde als Planstadt angelegt, deren historischer Grundriss trotz Bundesstraße und Neubauten noch erkennbar ist.
Mit der Reformation in Ulm wurde auch Kuchen 1531 evangelisch, erst als nach Kriegsende Vertriebene in den Ort kamen, entstand wieder eine nennenswerte katholische Gemeinde. Zwischen 1857 und 1869 ließ der Besitzer der damals landesweit größten Baumwollspinnerei und -weberei für seine Arbeiter eine mit fortschrittlichen Kultur- und Versorgungseinrichtungen ausgestattete Siedlung errichten, die nach der Insolvenz der Firma ab 1987 aufwendig saniert wurde. Der Haltepunkt an der Filstalbahn wird halbstündlich vom Metropolexpress bedient.
Auf 8,9 km² kommen 5.578 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 625 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Geislingen an der Steige, Gingen an der Fils und Bad Überkingen.