Über die Postleitzahl 73463
Westhausen liegt im Ostalbkreis im Jagsttal am Rand des Härtsfelds und gehört zum Verwaltungsverband Kapfenburg; zur Postleitzahl zählt auch der Ortsteil Lippach.
Der Ort entstand vermutlich zwischen 700 und 900 als fränkische Siedlung und wird 1136 im Güterverzeichnis des Klosters Ellwangen erstmals erwähnt; sein Name leitet sich von „Westhusen“, den Häusern im Westen, ab. Während Lippach überwiegend zum Haus Oettingen gehörte, unterstand Westhausen der Ballei Franken des Deutschen Ordens. Im Ortsteil Reichenbach erinnert der Burgstall Agnesburg an eine im 13. Jahrhundert erstmals erwähnte Burg, deren Herrschaft sich der Deutsche Orden und die Fürstpropstei Ellwangen teilten.
Jedes Jahr am 31. Dezember reiten Reitergruppen aus dem ganzen Ostalbkreis beim Silvesterritt dreimal die Silvesterkapelle an, um ein altes Gelöbnis einzuhalten; als kulinarische Spezialität gilt der Sackschlupfer, ein aus zwei Strängen geflochtener Hefezopf. Über Westhausener Gebiet führt der 1987 freigegebene Albaufstieg der Autobahn A7 mit dem Agnesburgtunnel, auf dem zugleich die Europäische Wasserscheide verläuft.
Auf 38,4 km² zählt die PLZ 6.106 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 159 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Aalen, Lauchheim und Rainau.