Über die Postleitzahl 73441
Am äußersten Ostrand Baden-Württembergs, im Ostalbkreis, liegt die ehemalige Reichsstadt Bopfingen. Die Postleitzahl 73441 umfasst den größten Teil ihres Stadtgebiets samt den Stadtteilen Trochtelfingen, Kerkingen, Unterriffingen, Aufhausen, Flochberg, Baldern und Oberdorf am Ipf sowie kleine Anteile der Nachbarstädte Neresheim und Kirchheim am Ries mit dem Weiler Hohenlohe und dem Ort Osterholz.
Bopfingen ging aus einer alemannischen Siedlung um das Jahr 500 hervor und wurde 1153 zur Stadt erhoben; nach 1240 stieg der Ort zur Reichsstadt auf. Namensgebend und stadtbildprägend ist bis heute der 668 Meter hohe Ipf nördlich der Stadt: Auf ihm liegen Wallanlagen aus vorrömischer Zeit, die den Berg zu einem der bekannten frühkeltischen Fürstensitze machen, vergleichbar mit der Heuneburg. Auch der Stadtteil Osterholz lieferte mit einem 2004 ausgegrabenen Heiligtum bedeutende Funde aus dieser Zeit. Seit 2025 trägt Bopfingen deshalb die Zusatzbezeichnung Ipfmessstadt, benannt nach der bis auf einen Besuch König Friedrichs von Württemberg 1811 zurückgehenden Ipfmesse.
Die acht heute eingemeindeten, einst selbstständigen Gemeinden haben eigene, oft weit zurückreichende Geschichten: Kerkingen wurde 1272 erstmals erwähnt und besaß eine Wasserburg, Flochberg ist Standort der barocken Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, und in Trochtelfingen zeugen fünf ehemalige Burgen und Schlösser von einer bewegten Vergangenheit samt Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. Auf der Fläche von 83,8 km² leben 11.752 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 140 Einwohnern je Quadratkilometer.
Verkehrlich ist das Gebiet über die Riesbahn Aalen–Donauwörth mit Halten in Aufhausen, Bopfingen und Trochtelfingen sowie über die Bundesstraße 29 erschlossen. Nachbar-Postleitzahlen reichen bis nach Aalen, Neresheim, Lauchheim und über die Landesgrenze nach Nördlingen in Bayern.