Über die Postleitzahl 73663
Die Postleitzahl 73663 gehört fast vollständig zur Großgemeinde Berglen, die erst am 1. April 1972 aus zahlreichen zuvor selbständigen Dörfern der Keuperhügellandschaft östlich von Stuttgart gebildet wurde; ein winziger Anteil reicht in die Kreisstadt Waiblingen hinein. Verwaltungssitz ist Oppelsbohm, seit jeher das religiöse und wirtschaftliche Zentrum der Gegend, wo 1440 die Pfarrei St. Mauritius entstand.
Die Berglen-Dörfer wurden fast alle im ausgehenden 13. und 14. Jahrhundert erstmals genannt, viele davon im Zusammenhang mit dem Kloster Lorch, das hier bedeutenden Grundbesitz hatte: Steinach und Oppelsbohm 1293, Rettersburg im selben Jahrhundert, Vorderweißbuch 1326 als Wissenbuch. Hößlinswart wurde 1347 erstmals erwähnt und später für seine Töpferwaren bekannt; zur Blütezeit arbeiteten dort rund 30 Töpfermeister, weshalb die Einwohner in der Umgebung „Häfner“ genannt wurden. Auch aus den Kirschen, die man in Hößlinswart anbaute, brannte man einst Kirschgeist.
Solche Ortsnecknamen gab es überall in den Berglen: Die Bretzenacker hießen wegen ihrer einfachen Kost „Wasserüble“, die Ödernhardter wegen der steilen Ortslage „Bergmäuse“. Die meisten Gemeindeteile liegen im Tal des Buchenbachs oder an dessen Hängen, zwischen 300 und 450 Metern Höhe.
Auf 26,5 km² zählt die Postleitzahl 6.746 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 255 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Remshalden, Schorndorf und Rudersberg.