Über die Postleitzahl 73635
Im Wieslauftal am westlichen Rand des Welzheimer Waldes, zwischen Schorndorf und Backnang, liegt Rudersberg mit seinen zahlreichen Ortsteilen wie Schlechtbach, Steinenberg, Asperglen, Zumhof, Oberndorf und Klaffenbach. Ein kleiner Anteil der Postleitzahl 73635 gehört zur Stadt Welzheim, deren Geschichte bis zu einem römischen Kastell aus der Zeit um 160 nach Christus am Obergermanisch-Raetischen Limes zurückreicht.
Die Rudersberger Ortsteile werden im Mittelalter nach und nach erstmals genannt: Steinenberg 1234, als seine Kirche dem Kloster Adelberg unterstellt wurde, Schlechtbach 1298 – ein Gefolgsmann des Kaisers namens Diepold von Schlechtbach ist dort aber schon 1181 belegt – und Asperglen 1333, dessen Name nach dem Historiker Lutz Reichardt „Siedlung am Eschenberg“ bedeutet. Im Ortsteil Michelau steht eine 1754 errichtete Ölmühle, die als älteste ihrer Art in Baden-Württemberg gilt und bis 1955 aus Leinsamen, Walnüssen, Bucheckern und Raps Speiseöl gewann; heute ist sie ein Museum.
Von Schorndorf aus erreichte die 1908 eröffnete Wieslauftalbahn einst Rudersberg-Oberndorf, das bis heute Endpunkt des Zugverkehrs ist; nach schweren Schäden durch ein Starkregenereignis im Juni 2024 fährt seit Mai 2026 die Schwäbische Waldbahn wieder auf der Strecke. Im Ortsteil Waldenstein erinnert der Rest der gleichnamigen Burg, heute eine Gaststätte, an die mittelalterliche Herrschaft dieses Namens.
Auf 41,2 km² zählt die Postleitzahl 11.754 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 285 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Welzheim, Berglen und Schorndorf.