Über die Postleitzahl 74080
Fast diese gesamte Postleitzahl entspricht dem Heilbronner Stadtteil Böckingen, nach der Kernstadt der größte und älteste der Stadt, gelegen am linken Neckarufer südwestlich des Zentrums.
Erste Siedlungsspuren reichen bis etwa 4000 vor Christus in die fruchtbaren Neckarauen zurück, um 85 bis 90 nach Christus war die Gegend römisch geprägt. Erstmals schriftlich genannt wird der Ort 767 im Lorscher Codex, zusammen mit Frankenbach, Schluchtern und Biberach, samt Hinweisen auf Weinbau. Böckingen war vom 14. bis ins 19. Jahrhundert ein reichsstädtisches Dorf der freien Stadt Heilbronn, besaß von 1919 bis zur Eingemeindung 1933 aber selbst das Stadtrecht. Der Ort war Heimat der Schwarzen Hofmännin und des Bauernkriegsanführers Jäcklein Rohrbach. Mit dem Ende der Reichsfreiheit Heilbronns 1802/03 wurde Böckingen eine selbständige Gemeinde und die Leibeigenschaft abgeschafft; der Bau der Württembergischen Nordbahn ließ die Einwohnerzahl zwischen 1820 und 1920 auf das Zehnfache anwachsen.
Die Siedlung Kreuzgrund entstand 1935 bis 1938 nach dem Reichsheimstättengesetz mit rund zweihundert kleinen Häusern auf großen, zur Selbstversorgung gedachten Grundstücken.
Auf 11,3 km² zählt diese PLZ 22.788 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 2.018 je Quadratkilometer.