Über die Postleitzahl 74078
Im Nordwesten von Heilbronn liegen mit dieser, der flächengrößten Heilbronner Postleitzahl, vier annähernd gleich große Stadtteile: Kirchhausen, Neckargartach, Biberach und Frankenbach.
Biberach und Frankenbach werden beide erstmals 767 im Lorscher Codex genannt, zusammen mit Böckingen und Schluchtern – die Schenkungsurkunde erwähnt dabei bereits Weingärten in der Gegend. Frankenbach liegt an einer alten Römerstraße, die zum Kastell in Böckingen führte; Flurnamen wie Burgäcker oder Schanze deuten auf eine frühere Burg hin, auf deren Grund die Albanskirche errichtet worden sein soll. Neckargartach, dessen Name auf die Mündung des einst Gartach genannten Flüsschens Lein in den Neckar zurückgeht, war im Mittelalter mit Etter, Graben und drei Toren befestigt; die Wehrkirche diente zugleich als sicherer Zufluchtsort. Kirchhausen schließlich geht auf eine Klostergutserwähnung des 10. Jahrhunderts zurück, in der von Verwüstungen durch Ungarneinfälle die Rede ist; ab 1404 erwarb der Deutsche Orden hier nach und nach Besitz und blieb so auch nach der Reformation prägend, weshalb der Ort katholisch blieb.
Biberach litt im Dreißigjährigen Krieg mehrfach unter Plünderungen, besonders im Umfeld der Schlacht bei Wimpfen 1622. Die Böllinger Mühle bei Neckargartach ist bis um 1970 als Mühle belegt.
Auf 42,0 km² zählt diese PLZ 24.969 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 594 je Quadratkilometer.