Über die Postleitzahl 74172
Neckarsulm im Landkreis Heilbronn verdankt seinen Namen der Mündung der Sulm in den Neckar; die Kernstadt wächst mit dem benachbarten Heilbronn baulich zu einer einzigen Fläche zusammen. Als bevölkerungsreichste und wirtschaftlich bedeutendste Stadt des Landkreises ist sie seit 1973 Große Kreisstadt; diese Postleitzahl umfasst neben der Kernstadt auch die Teilorte Obereisesheim und Dahenfeld sowie den jüngeren Stadtteil Amorbach.
Erstmals urkundlich fassbar wird der Ort 771 als villa Sulmana in einer Schenkung an das Kloster Lorsch; das Stadtrecht dürfte um 1300 verliehen worden sein. Bei Ausgrabungen im Trendpark-Süd fand man 2001 ein europaweit einzigartiges spätbronzezeitliches Gräberfeld mit 51 unverbrannt bestatteten Kriegern, ein Hinweis auf eine soziale Elite der damaligen Gesellschaft. Nach der schweren Zerstörung vieler Fachwerkhäuser durch den Bombenangriff vom 1. März 1945 wurden ab 1999 zahlreiche Fassaden in der Innenstadt saniert. Bekannt wurde die Stadt durch den Zweiradhersteller NSU, dessen Tradition heute das Audi-Werk als größter Arbeitgeber der Region fortführt.
Im Teilort Dahenfeld, seit 1177 als Tahenvelt belegt, soll 1735 eine Kruzifixfigur geblutet haben; die folgende Wallfahrt mit bis zu tausend Pilgern an manchen Tagen führte zum Neubau der St.-Remigius-Kirche zwischen 1738 und 1748.
Auf 24,9 km² leben 26.270 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 1.057 je Quadratkilometer.