Über die Postleitzahl 74255
Roigheim liegt an der Seckach, einem Zufluss der Jagst, ganz im Norden des Landkreises Heilbronn, die fast vollständig die Postleitzahl 74255 bildet. Landschaftlich liegt der Ort dort, wo das Bauland in die Kocher-Jagst-Ebenen übergeht.
Archäologische Funde zeigen eine Besiedlung schon in der Steinzeit, von 150 bis 260 nach Christus siedelten hier die Römer mit zwei Gutshöfen, die beim Alamanneneinfall niedergebrannt wurden. Ein Reihengräberfeld im Bereich der heutigen Schule bezeugt zudem eine Siedlung zur Merowingerzeit. Die evangelische Pfarrkirche von 1902 wurde unter Verwendung von Turm und Chor eines spätgotischen Vorgängerbaus von 1497 errichtet und liegt zwischen pittoresken, an den Kirchberg gebauten bäuerlichen Anwesen. Wirtschaftlich spielte neben der Landwirtschaft früher der Sandstein- und, ab 1833, der Gipsabbau eine Rolle; heute ist der Hersteller von Elektro-Isolierstoffen Pucaro mit rund 250 Beschäftigten größter Arbeitgeber. Im Naturschutzgebiet Essigberg/Hörnle wachsen auf Trockenrasen seltene Orchideenarten wie das Helm-Knabenkraut.
Auf 14,0 km² kommt Roigheim auf 1.430 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 102 je Quadratkilometer. Der Ort liegt an der Frankenbahn zwischen Heilbronn und Osterburken, Nachbargemeinden sind unter anderem Möckmühl und Adelsheim.