Über die Postleitzahl 74740
Adelsheim, im Neckar-Odenwald-Kreis auch Alleze genannt, wuchs dort, wo die Kirnau in die Seckach fließt – diesen Zusammenfluss nutzte man einst beim Bau der Stadtbefestigung als natürlichen Schutz. Zur Postleitzahl zählen der Kernort sowie die Stadtteile Leibenstadt und Sennfeld.
Als Adaloltesheim taucht der Ort 779 erstmals auf, in einer Urkunde über eine Güterübergabe an das Kloster Fulda. Mitte des 13. Jahrhunderts trat ein eigener Ortsadel auf, die Herren von Adelsheim, deren Wehrmauer 1374 die Voraussetzung für die von Kaiser Karl IV. verliehenen Stadtrechte bildete; ihre Burg bauten sie später zu einem Wasserschloss zwischen Kirnau und Seckach um. In den Hexenverfolgungen von 1593 bis 1595 wurden sechs Menschen aus Adelsheim hingerichtet. 1683 zog ein Adelsheimer Fähnlein zum Entsatz von Wien gegen die Türken, und während der Napoleonischen Kriege diente der Ort 1814/15 als Etappenplatz der russischen Armee. Die gotische Jakobskirche von 1489 war von 1556 bis 1776 evangelische Stadtpfarrkirche und liegt an der Jakobspilgerfahrt.
Auf 43,7 km² leben 5.068 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 116 je Quadratkilometer. Adelsheim liegt an der Frankenbahn Stuttgart–Würzburg mit Halt in Sennfeld und Adelsheim-Ost. Nachbarorte sind Schöntal, Möckmühl, Osterburken, Seckach und Ravenstein.