Über die Postleitzahl 74392
Freudental gehört zum Landkreis Ludwigsburg und zum Verwaltungsverband Besigheim, ist mit gut drei Quadratkilometern eine der kleinsten Gemeinden der Region und besteht außer dem gleichnamigen Dorf aus keinen weiteren Orten. Erstmals erwähnt wird der Ort 1304 im Lagerbuch des Spitals in Esslingen.
Die Ortsherrschaft wechselte über Jahrhunderte häufig: Nach den Markgrafen von Baden kam Freudental an Herzog Ulrich von Württemberg, dann an einen Besigheimer Vogt und mehrere weitere Adelsfamilien, bis Herzog Eberhard Ludwig den Ort 1733 endgültig erwarb. Das Grävenitzsche Schloss wurde 1729 für Wilhelmine von Grävenitz erbaut und diente später unter anderem als Lazarett und Altersheim, heute befindet es sich in Privatbesitz. Die 1770 errichtete Synagoge ist die einzige noch erhaltene im Landkreis Ludwigsburg und beherbergt heute ein pädagogisch-kulturelles Zentrum; 2017 wurde vor einem Wohnhaus im Ort der erste Stolperstein der Gemeinde verlegt. Auch die evangelische Kirche hat einen alten Kern: Sie entstand aus einer Marienkapelle und trägt eine Glocke aus dem 13. Jahrhundert, eine der ältesten im gesamten Landkreis.
Wegen der geringen Gemarkungsfläche spielte die Landwirtschaft in Freudental nie eine dominierende Rolle; heute ist der Ort vor allem Wohngemeinde, mit Weinlagen an der Württemberger Weinstraße, die zur Großlage Stromberg gehören. Auf 3,1 km² zählt Freudental 2.409 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 782 je km². Nachbar-PLZ liegen in Sachsenheim, Bönnigheim, Löchgau und Erligheim.