Über die Postleitzahl 74369
Im südwestlichen Neckarbecken, in der Talmulde des zur Enz laufenden Steinbachs, liegt die Gemeinde Löchgau, die fast vollständig die Postleitzahl 74369 im Landkreis Ludwigsburg bildet und zur Verwaltungsgemeinschaft Besigheim gehört.
Die erste urkundliche Erwähnung findet sich in einer allerdings gefälschten Schenkungsurkunde von 1147, mit der die Peterskirche des Ortes an das Kloster Maulbronn übergegangen sein soll. Jahrhundertelang war Löchgau zwischen mehreren Herrschaften geteilt: Ab 1484 kam ein kurpfälzisches Viertel an Württemberg, ab 1529 gehörte eine badische Hälfte dazu, bis der Ort erst 1595 vollständig württembergisch wurde. Von der einstigen ellipsenförmigen Dorfmauer mit drei Tortürmen, 1530 erstmals urkundlich erwähnt, sind Überreste als Kulturdenkmal erhalten. Seit 1998 zeigt das Nagelmuseum die rund 4500 Nageltypen umfassende Sammlung des Unternehmens Röcker, das fast hundert Jahre lang bis 1974 in Löchgau produzierte. Zahlreiche Brunnen und Skulpturen des ortsansässigen Künstlers Karl-Henning Seemann prägen das Ortsbild, darunter die Figur „Der Weinskandal“ auf dem Rathausplatz.
Auf 10,9 km² zählt Löchgau 5.615 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 515 je Quadratkilometer. Der Ort ist ein Weinbauort der Großlage Schalkstein und verfügt über ein Segelfluggelände; Nachbarn sind unter anderem Bietigheim-Bissingen, Sachsenheim und Besigheim.