Über die Postleitzahl 74399
Walheim liegt im Landkreis Ludwigsburg dort, wo die Enz von links in den Neckar mündet, und gehört zum Verwaltungsverband Besigheim. Zur Gemeinde zählen außer dem Dorf selbst nur die neuere Aussiedlerhofgruppe Wannengrabenhöfe auf der Hochfläche im Westen.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Jüngere Steinzeit zurück, ein 1980 gefundenes Skelett stammt aus der Bronzezeit. Um das Jahr 85 nach Christus legten die Römer bei Walheim zwei Kastelle an; rund um diese wuchs eine zivile Siedlung mit Handelsplatz heran, die selbst nach der Aufgabe der Militäranlagen weiterbestand. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1071. Im Frühjahr 1525 zogen Einwohner des Ortes unter Führung von Jörg Ratgeb und Matern Feuerbacher in die Bauernkriege; im Dreißigjährigen Krieg dann, nach der Schlacht bei Nördlingen, brannten schwedische Truppen 1634 große Teile Walheims nieder und der Ort verlor dabei mit 172 Toten ein Viertel seiner Bewohner. Auch ein Hochwasser am 30. Oktober 1824 gehört zu den einschneidenden Ereignissen der Ortsgeschichte, in dessen Folge manche Walheimer in die USA oder auf den Balkan auswanderten.
Der denkmalgeschützte Ortskern und ausgedehnte Rebflächen prägen Walheim bis heute, die Weinlagen gehören zur Großlage Schalkstein. Auf 6,1 km² zählt die Gemeinde 3.213 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 526 je km². Der Bahnhof an der Frankenbahn Stuttgart–Würzburg bindet Walheim im Halbstundentakt an Stuttgart, Heilbronn, Neckarsulm und Osterburken an. Nachbar-PLZ liegen in Besigheim, Bönnigheim und Löchgau.