Über die Postleitzahl 74544
Fünf Kilometer südlich von Schwäbisch Hall, am Rand der Limpurger Berge, liegt Michelbach an der Bilz. Der namengebende Bach entspringt im Hauptdorf und fließt westlich dem nahen Kocher zu. Zur Gemeinde, die fast vollständig zu dieser Postleitzahl zählt, gehören außerdem der Ortsteil Gschlachtenbretzingen sowie Weiler wie Buchhorn und Hirschfelden.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1095 als „Michaelbach“ – vermutlich entstand er einst an der fränkischen Grenze, um den nahen Königshof in Vellberg zu schützen. Die Herrschaftsrechte lagen im Mittelalter zunächst in mehreren Händen, unter anderem beim Kloster Comburg, bis sie die Schenken von Limpurg bündeln konnten. Zwischen 1609 und 1619 ließ Wilhelm Schenk von Limpurg das Renaissanceschloss als Witwensitz für seine Gemahlin Dorothea errichten – da sie 16 Monate vor ihm starb, diente es zunächst nur als Speichergebäude. Später beherbergte es ein Landerziehungsheim und ein Aufbaugymnasium und ist heute Sitz des Evangelischen Schulzentrums Michelbach. Der Ortsteil Gschlachtenbretzingen liegt am Anstiegsweg zur schon keltenzeitlichen Kohlenstraße, einer wichtigen Salzhandelsroute; sein ursprünglicher Siedlungskern lag wohl beim heutigen Michelbacher Ortsteil Burgbretzingen, wo einst eine Burg den Aufstieg zum Einkorn kontrollierte.
Auf 17,0 km² leben in der Postleitzahl 3.306 Menschen, das entspricht einer Dichte von 194 Einwohnern je Quadratkilometer. Michelbach liegt an der Schwäbischen Dichterstraße, und nächstgelegener Bahnhof ist heute Schwäbisch Hall-Hessental, nachdem der frühere Bahnhof Wilhelmsglück für den Personenverkehr geschlossen wurde.