Über die Postleitzahl 74523
Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises ist Schwäbisch Hall, gelegen im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs am Kocher. Zur PLZ zählen neben der Kernstadt zahlreiche Stadtteile wie Sulzdorf, Tüngental, Hessental, Bibersfeld, Gailenkirchen, Eltershofen, Gelbingen und Weckrieden, dazu ein kleiner Anteil der Nachbargemeinde Braunsbach.
Aus einer mittelalterlichen Gewerbesiedlung um eine Saline entstanden, wird die Stadt – lange nur „Hall“ genannt, ein typischer Name für Orte der Salzgewinnung – 1156 erstmals urkundlich sicher belegt. 1204 wurde sie zur staufischen Königsstadt, 1280 zur Reichsstadt, ein Status, den sie bis zur Mediatisierung 1802 behielt. Der Reformator Johannes Brenz leitete 1523 die Reformation in Hall ein. Über dem Stadtteil Steinbach erhebt sich die Großcomburg, ein 1078 gegründetes ehemaliges Benediktinerkloster mit romanischer Stiftskirche, die als Landesakademie für Fortbildung dient; die benachbarte Kleincomburg geht auf eine 1108 gestiftete Kirche zurück. Von Juni bis August finden auf der 500 Jahre alten Treppe der Stadtpfarrkirche St. Michael die 1925 gegründeten Freilichtspiele statt.
Heute ist Schwäbisch Hall Bildungs-, Dienstleistungs- und kulturelles Zentrum der Region, bekannt auch durch die nach ihr benannte Bausparkasse und die 2001 eröffnete Kunsthalle Würth. Auf 108,3 km² kommen 41.376 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 382 je km². Zu den Nachbar-PLZ zählen Oberrot, Vellberg und Ilshofen.