Über die Postleitzahl 74670
Am Zusammenfluss von Kupfer und Kocher liegt die Altstadt von Forchtenberg, südöstlich der Mündung am Hang eines Bergsporns, den die Ruine der einstigen Burg krönt. Die heutige Stadt entstand 1971/72 aus dem Zusammenschluss mit Sindringen, Ernsbach und Wohlmuthausen; alle vier sowie Muthof bilden zusammen die Postleitzahl, dazu ein kleiner Anteil der Nachbargemeinde Schöntal.
Forchtenberg geht auf den nahen, schon 771 erwähnten Ort Wülfingen zurück, zu dessen Gunsten die Bewohner im 13. Jahrhundert in die neu angelegte, befestigte Stadt am Fuß der Burg Forchtenberg zogen. Die mittelalterliche Altstadt mit ihren Fachwerkbauten und der teils erhaltenen Stadtmauer samt Bürgerturm und Würzburger Tor steht heute als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Im Stadtteil Sindringen, der am Obergermanisch-Raetischen Limes liegt, überwachte einst ein römisches Kleinkastell den Kocherübergang; 1744 sorgte dort zudem ein Streit um den Kalender zwischen evangelischen Bürgern und dem katholischen Grafen Hohenlohe-Bartenstein für erhebliche Unruhe. Am Rathaus erinnert seit 1969 eine Gedenktafel an Hans und Sophie Scholl von der Weißen Rose.
5.211 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 35,4 km², die Dichte liegt bei 147 je Quadratkilometer. Forchtenberg ist über die Kochertalstraße L1045 sowie über Buslinien mit Öhringen und Künzelsau verbunden. Zu den Nachbarorten zählen Jagsthausen, Öhringen, Neuenstein, Zweiflingen und Niedernhall.