Über die Postleitzahl 74214
Die flächengrößte Gemeinde des Hohenlohekreises heißt Schöntal und liegt im unteren Tal der Jagst, benannt nach dem 1157 gegründeten Zisterzienserkloster im „schönen Tal“ des Flusses. Erst 1157 bis 1163 zog das ursprünglich in Neusaß gegründete Kloster an seinen heutigen Standort um. Am 1. März 1972 entstand die heutige Gemeinde aus acht bis dahin selbstständigen Orten; die PLZ 74214 umfasst praktisch das ganze Gemeindegebiet mit Oberkessach, dem Kloster Schöntal, Westernhausen, Bieringen, Aschhausen, Berlichingen, Marlach und Sindeldorf.
Das Kloster Schöntal, seit der Säkularisation 1802 unter anderem Sitz des Gemeinderathauses, gilt als eine der schönsten geistlichen Residenzen der Barockzeit in Nordbaden-Württemberg; im Kreuzgang liegt der Ritter Götz von Berlichingen begraben. Der Ortsteil Berlichingen war Stammsitz des gleichnamigen Adelsgeschlechts, dessen kleine Turmburg als Ursprung diente. In Aschhausen erhebt sich die im 13./14. Jahrhundert erbaute, 1523 teilweise zerstörte Burg Aschhausen mit ihrem erhaltenen Bergfried. Der jüdische Friedhof in Berlichingen ist der größte im Hohenlohekreis.
Die PLZ misst 80,6 km², dort leben 5.559 Menschen, eine Dichte von 69 Einwohnern je km². Durch die Gemarkung führt der Obergermanisch-Raetische Limes, entlang der Jagst der Kocher-Jagst-Radweg. Nachbarorte sind unter anderem Krautheim, Jagsthausen und Forchtenberg.