Über die Postleitzahl 75015
Etwa 23 Kilometer nordöstlich von Karlsruhe, im westlichen Kraichgau, liegt die Große Kreisstadt Bretten. Seit 2023 trägt sie die Zusatzbezeichnung Melanchthonstadt, benannt nach ihrem berühmtesten Sohn, dem Reformator Philipp Melanchthon, der 1497 am Brettener Marktplatz geboren wurde. Die Postleitzahl 75015 umfasst die Kernstadt und acht ihrer Stadtteile, darunter Neibsheim, Bauerbach, Diedelsheim, Gölshausen, Rinklingen, Büchig und Ruit.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 767 als Villa Breteheim im Lorscher Codex, 1254 dann erstmals als Stadt. Als Reichspfandschaft kam Bretten 1349 zur Kurpfalz und wehrte sich 1504 erfolgreich gegen eine Belagerung durch Herzog Ulrich von Württemberg mit einem großen Heer – ein Ereignis, an das bis heute das Peter-und-Paul-Fest erinnert. Nach der Zerstörung im Pfälzer Erbfolgekrieg 1689 wurde die Stadt rasch wiederaufgebaut, und viele der damals entstandenen Häuser prägen noch heute das Stadtbild. Zwischen 1971 und 1975 wurden neun Nachbargemeinden eingemeindet, darunter die im Blatt genannten Stadtteile.
Das Melanchthonhaus am Marktplatz, 1897 bis 1903 anstelle von Melanchthons Geburtshaus errichtet, beherbergt heute auch die Europäische Melanchthonakademie. Auf 70,9 km² leben 29.846 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 421 Einwohnern je Quadratkilometer.
Seit 1879 ist Bretten mit der Kraichgaubahn Eisenbahn-Knotenpunkt; der Stadtteil Gölshausen ist zudem über die Stadtbahnlinie S4 direkt mit Karlsruhe verbunden. Nachbargemeinden sind unter anderem Oberderdingen, Gondelsheim, Königsbach-Stein und Kraichtal.