Über die Postleitzahl 75059
Zaisenhausen ist die kleinste selbständige Gemeinde des Landkreises Karlsruhe und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Sulzfeld; die Postleitzahl deckt fast die gesamte Gemeinde ab. Sie liegt am nordöstlichen Rand des Landkreises im Kraichgauer Hügelland; auf der von Löss bedeckten, hügeligen Gemarkung reicht der höchste Punkt am Zaiselberg im Nordwesten auf 251 Meter, die tiefste Stelle liegt bei 167 Metern an der Grenze zu Oberderdingen-Flehingen. Außer dem namensgebenden Dorf gehören keine weiteren Ortschaften zur Gemeinde.
Die fruchtbare Gemarkung ist seit der Jungsteinzeit besiedelt, wie Funde der Bandkeramiker zeigen, aus römischer Zeit ist eine Villa rustica im Gewann Hesselsee belegt. Urkundlich erscheint der Ort erstmals 991 als Ceisenhusen, im Zusammenhang mit einem Kirchenraub durch Herzog Otto von Worms. Im Mittelalter war das Kloster Maulbronn größter Grundherr, worauf auch der bis heute gebräuchliche Uzname „Esel“ für die Bevölkerung zurückgeht; damals wuchs Zaisenhausen zu einem stattlichen, von zwei Dorftoren geschützten Reihendorf heran. Nach der Reformation kam der Ort unter württembergische Herrschaft, wechselte 1747 zur Kurpfalz und wurde 1803 badisch.
Als Wahrzeichen gilt die 1836 nach Plänen des Weinbrenner-Schülers Heinrich Hübsch fertiggestellte, doppeltürmige evangelische Kirche „Zu unserer lieben Frau“ und wegen ihrer bewusst pittoresken Lage im Ortsbild auch „Dom des Kraichgaus“ genannt wird.
Seit 1997 bindet die Stadtbahnlinie S4 auf der 1879 eröffneten Kraichgaubahn Zaisenhausen an das Netz des Karlsruher Verkehrsverbunds an, außerdem verläuft die Bundesstraße 293 durch den Ort. Auf 10,1 km² leben 1.841 Menschen, das ergibt 183 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Eppingen, Oberderdingen, Sulzfeld, Kürnbach und Kraichtal.