Über die Postleitzahl 77773
Am Zusammenfluss von Kinzig und Kleiner Kinzig im Landkreis Rottweil liegt Schenkenzell, die kleinste selbständige Gemeinde des Kreises, deren Gebiet fast vollständig zur Postleitzahl 77773 gehört. Zu ihr zählt der weitläufige Ortsteil Kaltbrunn mit dem Klosterort Wittichen.
Schenkenzell wurde 1251 erstmals als Ort erwähnt, nachdem schon 1244 ein „Schenk von Celle“ in einer Urkunde der Grafen von Freiburg als Zeuge genannt worden war; die Herrschaft ging 1250 an die Herren von Geroldseck über und wurde 1498 an die Grafen von Fürstenberg verkauft, die die zugehörige Schenkenburg selbst zerstören ließen. Im Ortsteil Wittichen gründete die selige Luitgard 1324 das Klarissenkloster Wittichen, dessen Umgebung seit dem 15. bis 19. Jahrhundert Bergbau auf Kobalt und Silber erlebte – aus den Kobaltmineralien wurden in einer eigenen Farbmühle Blaufarben hergestellt. Ab 1890 entwickelte sich Schenkenzell zum Luftkurort, die staatliche Anerkennung folgte 1973. Kaltbrunn selbst war bis zur Gemeindereform 1974 eine eigenständige Gemeinde im damaligen Landkreis Wolfach.
Auf 41,4 km² zählt die PLZ 77773 1.863 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 45 Menschen je Quadratkilometer.
Die Bahnstrecke Eutingen–Schiltach verbindet Schenkenzell umsteigefrei mit Freudenstadt und Offenburg; westlich grenzt die PLZ 77761 mit Schiltach an, nördlich die PLZ 77709 im Kinzigtal.