Über die Postleitzahl 78733
Am Übergang des mittleren Schwarzwalds zur Baarhochebene, über den Tälern von Schiltach und Kinzig, liegt die Postleitzahl 78733. Den größten Teil bildet die Gemeinde Aichhalden mit ihren Ortsteilen Aichhalden und Rötenberg, Teil der Verwaltungsgemeinschaft Schramberg; ein kleiner Zipfel im Süden gehört zur Gemeinde Schenkenzell.
Aichhalden wurde 1223 erstmals urkundlich erwähnt, der Name setzt sich aus „Eiche“ und der Endung „-halden“ zusammen. Ab 1579 gehörte der Ort als Bestandteil der Herrschaft Schramberg zu den schwäbischen Vorlanden der Habsburger und blieb bis 1805 vorderösterreichisch. Rötenberg, seit der Gebietsreform 1974 Ortsteil von Aichhalden, entstand im 11. Jahrhundert vermutlich als Rodungssiedlung in drei Teilen – benannt entweder nach dem „gerodeten Berg“ oder nach dem in der Gegend häufigen roten Buntsandstein. Nahe dem Ortszentrum liegen die Reste einer römischen Straßenstation und Tempelanlage am Pass Brandsteig, über die vermutlich einst die Römerstraße von Straßburg nach Rottweil führte. Der Dreißigjährige Krieg dezimierte die Rötenberger Bevölkerung so stark, dass die Kriegsschäden erst Jahrzehnte später beseitigt waren. Schenkenzell, die kleinste selbstständige Gemeinde des Landkreises Rottweil, wird erstmals 1244 mit einem „Schenk von Celle“ als Zeugen in einer Urkunde der Grafen von Freiburg greifbar.
Auf 26,5 km² kommen 4.156 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 157 Menschen je Quadratkilometer. Seit 1963 ist die Firmengruppe Simon mit Möbelbeschlägen, Galvanotechnik und Werkzeugbau in Aichhalden ansässig, durch beide Ortsteile führt der Schwarzwald-Panorama-Radweg. Zu den Nachbarschaften der angrenzenden Postleitzahlen zählen Alpirsbach, Schiltach, Schenkenzell und Fluorn-Winzeln.