Über die Postleitzahl 77797
An der Badischen Weinstraße im unteren Kinzigtal liegt Ohlsbach, ein Wein- und Ferienort mit zahlreichen Fachwerkhäusern, der fast die gesamte Postleitzahl 77797 im Ortenaukreis ausmacht. Der Ortsname erscheint erstmals 1234 als Olespach, das Tal wurde einst gerodet, um die Versorgung der Mönche des Klosters Gengenbach zu sichern. Zu den ältesten Ortsteilen zählen neben dem Dorf selbst Hinterohlsbach, Ebersweier und Büchen.
Ohlsbach trat 1402 der Stadtrepublik Gengenbach bei, behielt dabei aber aufgrund eigenen Vermögens und eigener Einkünfte stets eine Sonderstellung samt Recht auf Austritt – Original-Urkunden dazu liegen bis heute im Gemeindearchiv. Als der Stadtstaat Gengenbach 1803 aufgelöst wurde, verließ Ohlsbach den Verband nur mit seinem eingebrachten Besitz. Drei Bildstöcke mit Rebmesser im Wappenschild verweisen auf die alte Weinbautradition des Orts. Bemerkenswert ist die seit 1982 bestehende Mineralbrunnenanlage, die Sole aus einer hochsalinen Quelle über Bergtannenreisig rieseln lässt – ein Gradierwerk, dessen „Salzfahne“ sich bis in den Rhein verfolgen lässt. Die Ohlsbacher Narrenfigur, die 1975 gefundene „Umbeise“ (Ameise), geht auf einen seit dem Ersten Weltkrieg gebräuchlichen Spitznamen zurück.
Die Postleitzahl 77797 umfasst 11,1 km² mit 3.273 Einwohnerinnen und Einwohnern, das ergibt 295 je Quadratkilometer. Nachbarn sind unter anderem Gengenbach, Berghaupten, Durbach und die Kreisstadt Offenburg.