Über die Postleitzahl 77799
Dort, wo die Schwarzwälder Kinzig aus den Vorbergen in die Rheinebene tritt, unmittelbar an die Kreisstadt Offenburg grenzend, liegt Ortenberg – flächenmäßig die kleinste Gemeinde des Ortenaukreises und Namensgeberin fast der gesamten Postleitzahl 77799. Ein kleiner Streifen im Norden gehört bereits zu Offenburg selbst. Die Badische Weinstraße führt mitten durch den Ort.
Das Dorf wurde 1148 erstmals urkundlich erwähnt, damals noch unter dem Namen Dottenwiler. Erst im 14. Jahrhundert übertrug sich der Name der schon 1233 genannten Burg Ortinberg auf den Ort. Diese Burg gab entgegen landläufiger Meinung nur dem Dorf ihren Namen, nicht der Landschaft Ortenau, die sich vom älteren Begriff Mortenau ableitet. Nach der Zerstörung der Burg im Jahr 1678 ließ der livländische Kaufmann Gabriel Leonhard von Berckholtz zwischen 1838 und 1843 an gleicher Stelle das heutige Schloss errichten, das inzwischen als Jugendherberge dient, während die Turmanlagen öffentlich zugänglich sind. Zwischen 1573 und 1630 fanden in Ortenberg Hexenprozesse statt, denen 19 Frauen zum Opfer fielen. Als Weinbauort gehören die Lagen zur Weinbauregion Ortenau, die 1497 erbaute Bühlwegkapelle wird seit 1972 ökumenisch genutzt.
Die Postleitzahl 77799 umfasst 5,6 km² mit 3.429 Einwohnerinnen und Einwohnern, das ergibt 608 je Quadratkilometer. Ortenberg ist über eine Verwaltungsgemeinschaft mit Offenburg, Durbach und Hohberg verbunden; einziger weiterer Nachbar ist Ohlsbach.