Über die Postleitzahl 78333
Stockach im Landkreis Konstanz bildet als Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden fast die gesamte Postleitzahl 78333, gegliedert in die Kernstadt und Stadtteile wie Winterspüren, Hindelwangen, Wahlwies, Espasingen und die beiden Orte Mahlspüren im Tal und im Hegau. Zwischen 750 und 1056 entstand die Nellenburg, nach der die spätere Landgrafschaft benannt wurde; unter dem Namen Stocka taucht der Ort um die Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals in einer Schrift auf, ehe die Grafen von Nellenburg gut hundert Jahre später auf einer geschützten Anhöhe die eigentliche Stadt gründeten.
Schon im 16. Jahrhundert war Stockach eine bedeutende Poststation, die 1505 erstmals erwähnte Postanstalt zählt zu den ältesten in Deutschland und lag an den Kursen Ulm–Basel, Stuttgart–Zürich und Wien–Paris. Bekannt ist die Stadt zudem für ihre schwäbisch-alemannische Fastnacht mit dem seit 1351 bestehenden „Stockacher Narrengericht“ am Schmotzigen Dunschtig, das auf eine Begebenheit um den Hofnarren Kuony von Stocken zurückgeht. In Hindelwangen stimmten die Bürger 1971 mit großer Mehrheit für die Eingemeindung, während Raithaslach und Mahlspüren sich zunächst dagegen aussprachen und erst 1974 beziehungsweise 1975 eingegliedert wurden. Seit ihr Zwiebelturm 1733 fertig wurde, prägt die barocke katholische Kirche St. Oswald das Bild der Innenstadt.
Auf 69,1 km² zählt die Postleitzahl 78333 17.436 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 252 je Quadratkilometer. Zwei Anschlussstellen der Bundesautobahn 98 sowie die Bundesstraßen 14, 31 und 313 binden Stockach an das Straßennetz an.