Über die Postleitzahl 78603
Renquishausen liegt auf dem Großen Heuberg, eingebettet zwischen dem Tal des Lippach auf der einen und dem der Bära auf der anderen Seite, und gehört zum Verwaltungsverband Donau-Heuberg im Landkreis Tuttlingen. Eine Urkunde des Klosters St. Georgen im Schwarzwald nennt den Ort erstmals 1092, als ein Mann namens Harpreht seinen gesamten Besitz in „Rentwigeshusen“ dem Kloster übergab; der Ortsname geht auf den Personennamen Reginwic zurück, kombiniert mit einem alten Wort für ein Wohnhaus. Über die Herrschaft Werenwag gehörte das Dorf zur Grafschaft Hohenberg und kam mit ihr 1381 zu Vorderösterreich, bevor es 1805 württembergisch wurde.
Ungewöhnlich fortschrittlich zeigt sich die Gemeinde in der Energieversorgung: Ein Windpark mit mehreren Anlagen und ein gemeinsam mit solarcomplex betriebenes Nahwärmenetz aus Hackschnitzeln und Solarthermie versorgen rund 200 Haushalte, was Renquishausen 2007 sogar einen Spitzenplatz in der bundesweiten Solarbundesliga einbrachte. Zu Erntedank schmückt ein aufwendig gestalteter Teppich das Innere der Pfarrkirche St. Stephanus von 1827, und im Gemeindegebiet backen Bürger bis heute im Zweiwochentakt Brot im gemeindeeigenen Holzofen.
Die PLZ 78603 zählt 749 Einwohnerinnen und Einwohner auf 7,7 km², das entspricht 97 je Quadratkilometer. Über die Vorwahl 07429 ist der Ort erreichbar, benachbart liegen Bärenthal, Königsheim und Kolbingen.