Über die Postleitzahl 78600
Kolbingen liegt auf dem Heuberg zum Donautal hin, mitten im Naturpark Obere Donau, und gehört zum Verwaltungsverband Donau-Heuberg im Landkreis Tuttlingen. Der Name geht der Überlieferung nach auf einen alemannischen Anführer namens Colbo zurück, der hier mit seinen Leuten eine Siedlung gründete; erwähnt wird der Ort erstmals 1253. Über die Grafen von Hohenberg und die Herren von Ebingen kam Kolbingen 1381 mit der ganzen Grafschaft an Vorderösterreich und bildete zusammen mit Renquishausen und weiteren Dörfern die Herrschaft Werenwag.
Etwa drei Kilometer südöstlich liegt die Kolbinger Höhle, auch Stefanshöhle genannt, eine teilweise begehbare Karsthöhle mit eindrucksvollen Tropfsteinen, die von Karfreitag bis Ende Oktober mit Führung besichtigt werden kann und Fledermäusen als Lebensraum dient. Der Gansnestturm, ein 18 Meter hoher Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins, steht auf einer Bergzunge an der Gemarkungsgrenze zu Fridingen. Aus dem historischen Streuobstbau stammt zudem die Kolbinger Goldbirne, eine alte Sorte, die als genetischer Klon bis heute erhalten und weitergegeben wird. Größter Arbeitgeber ist der Lüftungstechnik-Hersteller Schako, dessen Name sich aus den Worten Schad und Kolbingen zusammensetzt.
In der PLZ 78600 leben 1.252 Menschen auf 16,4 km², das sind 76 je Quadratkilometer. Über die Vorwahl 07463 ist Kolbingen erreichbar, benachbart liegen Böttingen, Renquishausen und Mahlstetten.