Über die Postleitzahl 78606
Rund acht Kilometer nordwestlich von Tuttlingen, am südwestlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb, liegt Seitingen-Oberflacht; die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Tuttlingen. Die heutige Gemeinde entstand erst am 1. Januar 1975 aus der Vereinigung der bis dahin selbstständigen Orte Seitingen und Oberflacht, deren beide Anteile die Postleitzahl fast vollständig abdeckt. Für das Jahr 786 ist Seitingen bereits belegt, als ein gewisser Dudo dem Kloster St. Gallen Grundbesitz übertrug.
International bedeutsam ist ein Fund in Oberflacht: Das dortige alamannische Gräberfeld mit dem sogenannten Sängergrab zählt zu den wichtigsten Zeugnissen der Alamannenzeit in Europa, einige der Grabbeigaben zeigt ein kleines Museum am Ort. Auf dem Kirchberg in Seitingen stehen die renovierte Barockkirche Mariä Himmelfahrt und die Eustasius-Kapelle, deren Innenraum Malereien aus der Zeit der Reformation zieren. Für die Abwasserreinigung ist die Gemeinde gemeinsam mit Hausen ob Verena, Durchhausen und Gunningen im Abwasserzweckverband Ostbaar organisiert.
Die PLZ 78606 zählt 2.582 Einwohnerinnen und Einwohner auf 19,6 km², das entspricht 132 je Quadratkilometer. Über die Vorwahl 07464 ist der Ort erreichbar, in der Nachbarschaft liegen Tuttlingen, Hausen ob Verena und Rietheim-Weilheim.