Über die Postleitzahl 78713
Die Postleitzahl 78713 deckt große Teile der Großen Kreisstadt Schramberg im mittleren Schwarzwald ab, genauer die Stadtteile Waldmössingen, Sulgen und Heiligenbronn samt zahlreicher kleinerer Weiler wie Schönbronn, Lienberg und Brambach – die Talstadt Schrambergs selbst trägt eine andere Postleitzahl.
Waldmössingen wurde bereits 994 als „Messinga“ in einer Urkunde Kaiser Ottos III. erwähnt, älter noch sind die Reste des römischen Kastells Waldmössingen aus den Jahren 73/74, das seit 1982 teilrekonstruiert ist; erst seit 1971 gehört der Ort zu Schramberg. Sulgen entstand aus der katholischen Siedlung um die Kirche St. Wendelin und der ehemals eigenständigen, evangelisch geprägten Gemeinde Sulgau, deren Besitzungen 1444 an Graf Ludwig von Württemberg verkauft wurden. Heiligenbronn hieß ursprünglich nach der Burg Lichtenau, bevor es im Mittelalter nach einer als heilend geltenden Quelle umbenannt wurde; um diesen „heiligen Brunnen“ entstand das Kloster Heiligenbronn, dessen Gebäude heute die Stiftung St. Franziskus als Einrichtung für Menschen mit Behinderung nutzt. Eine Besonderheit ist der Weiler Gifizenmoos zwischen Sulgen und Schönbronn: Er gehört zur Gemeinde Dunningen, trägt aber die Postleitzahl Schrambergs, weil er nur über dessen Gebiet erreichbar ist.
Auf 45,6 km² kommen 17.088 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 375 Menschen je Quadratkilometer. Bedeutende Wirtschaftszweige der Gesamtstadt sind die Uhrenindustrie und die Feinmechanik, Schramberg liegt zudem an der Deutschen Uhrenstraße. Zu den Nachbarschaften der angrenzenden Postleitzahlen zählen Dunningen, Bösingen, Eschbronn, Oberndorf am Neckar, Lauterbach, Aichhalden, Fluorn-Winzeln und Hardt.