Über die Postleitzahl 79346
Endingen am Kaiserstuhl liegt im Norden des Kaiserstuhls; zur Kleinstadt im Landkreis Emmendingen, die den Verwaltungsverband Nördlicher Kaiserstuhl anführt, gehören die Winzerdörfer Amoltern, Kiechlinsbergen und Königschaffhausen.
Eine alamannische Siedlung bestand hier schon im 6./7. Jahrhundert, urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals 862. Die Herren von Üsenberg verliehen Endingen zwischen 1285 und 1286 die Stadtrechte, nach deren Aussterben kam die Stadt über die Küchlin an die Habsburger und zu Vorderösterreich. 1751 fand hier mit der Verbrennung Anna Schnidenwinds einer der letzten Hexenprozesse Europas statt. Bis heute lebendig ist dagegen die Fasnet um die Figur des Jokili, die schon für das Jahr 1782 belegt ist und als eine der ältesten Narrenfiguren am Oberrhein gilt. Vom Üsenberger Hof über das frühere Kornhaus, im Volksmund „Laübä“ genannt und heute Rathaus, bis zum Königschaffhauser Tor zeugen zahlreiche historische Gebäude von dieser Vergangenheit.
Wie überall am Kaiserstuhl prägt der Weinbau die Landschaft, während Königschaffhausen besonders für seinen Kirschanbau bekannt ist. 10.013 Einwohnerinnen und Einwohner verteilen sich auf 26,6 km², 376 je Quadratkilometer. Zwei Bahnhöfe der Kaiserstuhlbahn, in Endingen und in Königschaffhausen, verbinden die Stadt mit der Region; Nachbarorte sind unter anderem Vogtsburg, Riegel und Sasbach am Kaiserstuhl.