Über die Postleitzahl 79362
Forchheim liegt in der Oberrheinebene am Nordrand des Kaiserstuhls und ist mit rund elf Quadratkilometern die kleinste Gemeinde des Landkreises Emmendingen. Sie gehört zum Verwaltungsverband Nördlicher Kaiserstuhl, den sie einst mit Endingen am Kaiserstuhl begründete, um im Zuge der Gebietsreform der 1970er Jahre ihre politische Selbständigkeit zu behalten.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 762, als Bischof Eddo von Straßburg ihn dem Kloster Ettenheimmünster vermachte; der Name geht auf das althochdeutsche Wort für Föhre zurück. Nach Zähringern, Grafen von Freiburg und Pfalzgrafen von Tübingen kam Forchheim im 15. Jahrhundert an Vorderösterreich und 1803 schließlich an Baden. 1843 wanderten aus der Not der Kaiserstuhl-Region 358 Bürgerinnen und Bürger nach Venezuela aus, darunter 31 aus Forchheim; sie gründeten die bis heute alemannisch geprägte Colonia Tovar. Weil im Dorf selbst keine Schule besteht, gehen die Kinder in Endingen oder – am Gymnasium – in Kenzingen zur Schule.
Bekannt ist Forchheim vor allem für seinen Kartoffelanbau, dem am zweiten Augustwochenende das „Härdepfel-Dorffest“ gewidmet ist. 1.423 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 10,8 km², 132 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Weisweil und Wyhl sowie, rund um den nördlichen Kaiserstuhl herum, Endingen, Riegel und Kenzingen.