Über die Postleitzahl 79356
Eichstetten am Kaiserstuhl liegt am Ostrand des Kaiserstuhls im Oberrheinischen Tiefland, in einem Tal, das von der bewaldeten Eichelspitze durch Reblagen bis in die Ebene hinabreicht – nach eigenem Verständnis liegt der Ort in der wärmsten Gegend Deutschlands. Die Gemeinde gehört zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und zum Verwaltungsverband Kaiserstuhl-Tuniberg.
Schon aus der Steinzeit gibt es Siedlungsspuren, dazu Reste einer römischen Villa rustica und ein alamannisches Gräberfeld aus der Zeit um 600. Die älteste erhaltene Urkunde, die den Ort nennt, datiert auf 737 und betrifft das Kloster Murbach; die Endung „-stetten“ im Ortsnamen verweist auf eine alemannische Gründung. Im 18. Jahrhundert entstand durch Zuwanderung eine bedeutende jüdische Gemeinde, für die Albert Weill, Vater des späteren Komponisten Kurt Weill, als Kantor wirkte; die 1828 erbaute Synagoge wurde in der Reichspogromnacht 1938 niedergebrannt. Die historische Fünf-Bogen-Brücke von 1784 führt bis heute über die Alte Dreisam.
Eichstetten zählt zu den großen Bio-Anbaugemeinden Baden-Württembergs, Wein, Gemüse und Obst werden vielfach direkt ab Hof verkauft. 3.687 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 12,3 km², das ergibt 301 je Quadratkilometer. Über die Kaiserstuhlbahn ist Freiburg in gut 15 Minuten erreichbar, Nachbarorte sind unter anderem Vogtsburg, Bötzingen und Bahlingen am Kaiserstuhl.