Über die Postleitzahl 79364
Zwischen den Ausläufern von Kaiserstuhl und Schwarzwald liegt Malterdingen in der Oberrheinebene im nördlichen Breisgau, rund zehn Kilometer südlich von Emmendingen. Die Gemeinde gehört zum Landkreis Emmendingen und zur Verwaltungsgemeinschaft Emmendingen.
Grabhügel aus der ersten Eisenzeit weisen auf eine frühe Besiedlung hin, eine Schenkungsurkunde von 1016 an das Kloster Schuttern gilt zwar als spätere Fälschung, dürfte im Kern aber zutreffen. Als gesichert gilt dagegen eine Urkunde vom 1. Juni 1098, in der ein Diethelm von Malterdingen mit einem Lehen bedacht wird. 1418 verlieh Markgraf Bernhard I. dem Ort das Marktrecht, dazu kamen das Salzrecht und das Recht der „Metzig“ – woran der Salzbrunnen beim Rathaus bis heute erinnert. Schon im 13. Jahrhundert bewirtschafteten Zisterziensermönche in der Gemarkung ein Hofgut und prägten damit den bis heute bedeutenden Weinbau; ein Teil der Fläche trägt noch den Namen Mönchhofmatten. Das Torhaus im Fachwerkstil erinnert an die einstige Ummauerung des Marktfleckens.
3.282 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 8,0 km², 413 je Quadratkilometer. Größter Arbeitgeber ist der Spritzgießmaschinenhersteller Ferromatik, alle zwei Jahre lädt seit 1979 das Malterdinger Weinfest ein. Der zwei Kilometer entfernte Bahnhof Riegel-Malterdingen bindet den Ort an die Rheintalbahn an, Nachbarorte sind Teningen, Kenzingen und Riegel am Kaiserstuhl.