Über die Postleitzahl 79639
Am Hochrhein, im äußersten Südwesten Deutschlands, liegt Grenzach-Wyhlen. Die Gemeinde im Landkreis Lörrach entstand erst 1975 im Zuge der Gemeindereform aus den beiden Altgemeinden Grenzach und Wyhlen und ist mit fast ihrer gesamten Fläche unter der Postleitzahl 79639 erfasst.
Die Ursprünge reichen weit zurück: Erste Siedlungsspuren auf der Gemarkung sind keltisch und stammen aus der frühen Hallstattzeit, gefolgt von einer römischen Niederlassung. Bei Grenzach wurden 1982 Reste einer römischen Villa rustica entdeckt und in den Folgejahren archäologisch untersucht; das Regional-Museum Römervilla zeigt heute unter anderem ein großes Badebecken und Wandmalereien aus dem Fund. Grenzach verdankt seinen Namen einem römischen Gutshof, dessen lateinische Bezeichnung sich zum heutigen Ortsnamen wandelte, während Wyhlen sich von einem alemannischen Ausdruck für Villen oder Gehöfte ableitet. Urkundlich erwähnt sind beide Orte seit dem 13. Jahrhundert; im späten Mittelalter trennte eine Landesgrenze die Nachbardörfer, da Grenzach zur Markgrafschaft Baden, Wyhlen dagegen zu Vorderösterreich gehörte. Erst mit der Gründung des Großherzogtums Baden wurden sie nach mehr als 500 Jahren wieder Teil derselben Herrschaft.
Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Wyhlen mit der 1880 eröffneten Sodafabrik die erste Anlage Deutschlands, die nach dem Solvay-Verfahren aus Kalkstein vom Dinkelberg und Salz aus der Saline produzierte. Sehenswert sind zudem das Wasserschloss Grenzacher Schlössle sowie ein ehemaliges Prämonstratenserkloster samt zugehöriger Wallfahrtskapelle. Auf 17,2 km² leben in der Postleitzahl 15.260 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 887 je Quadratkilometer entspricht.
Der kleine Ortsteil Rührberg bildet zugleich den Passübergang zur Nachbargemeinde Inzlingen, die unter der Postleitzahl 79594 liegt.