Über die Postleitzahl 79685
Im Angenbachtal, einem Seitental der Wiese, liegt Häg-Ehrsberg, auch als Hinterhag bekannt. Die Gemeinde im Landkreis Lörrach entstand 1975 aus dem Zusammenschluss der vormals eigenständigen Gemeinden Häg und Ehrsberg und umfasst 22 Dörfer, Zinken und Häuser. Die Postleitzahl 79685 vereint den größten Teil von Häg-Ehrsberg mit einem kleinen Zipfel der Stadt Zell im Wiesental.
Besiedelt wurde die Gegend vermutlich wie das übrige Hintere Wiesental im 10. oder 11. Jahrhundert. Als Teil der vorderösterreichischen Vogtei Zell hielt der Ort auch nach der Reformation am katholischen Glauben fest und wurde erst 1806 badisch; mit der 1779 eingerichteten Pfarrei Häg löste sich der Ort kirchlich von Zell. Mitte des 19. Jahrhunderts erreichte die Industrialisierung auch den Hinterhag: 1850 gründete Samuel Lanz im Ortsteil Rohmatt eine Weberei, 1863 folgte eine Spinnerei. Beide Betriebe gingen später an die Zell-Schönau AG über und wurden 1977 im Zuge der Krise der Wiesentäler Textilindustrie geschlossen; seither pendelt der Großteil der Erwerbstätigen zur Arbeit aus.
Gemessen an der Einwohnerzahl ist die Gemeindefläche vergleichsweise groß, nur rund 5 Prozent dienen Siedlungs- und Verkehrszwecken. Wie in anderen einst vorderösterreichischen, katholischen Orten lebt in Häg-Ehrsberg bis heute eine Fastnachtstradition mit mehreren Narrenhäsgruppen. Auf 26,7 km² zählt die Postleitzahl 792 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 30 je Quadratkilometer entspricht.
Die Landstraße 146 führt von Mambach bei Zell im Wiesental durch das gesamte Gemeindegebiet bis nach Todtmoos-Mättle; die Postleitzahlen 79669 und 79682 grenzen entsprechend an.