Über die Postleitzahl 79692
Kleines Wiesental im Landkreis Lörrach ist eine junge Gemeinde: Sie entstand erst am 1. Januar 2009, als sich acht bis dahin eigenständige Orte des Tals zu einer Einheitsgemeinde zusammenschlossen: darunter Bürchau, Neuenweg, Tegernau, Wies und Wieslet. Ihren Namen trägt die neue Gemeinde nach dem sie durchfließenden Fluss Kleine Wiese. Die Postleitzahl 79692 deckt nahezu die gesamte, weitläufige Gemeinde ab.
Ausschlaggebend für den Zusammenschluss war eine drohende Finanznot: Die acht Gemeinden gehörten zu den einwohnerärmsten selbständigen Gemeinden Baden-Württembergs und waren auf staatliche Zuschüsse angewiesen, die das Regierungspräsidium Freiburg ab 2010 streichen wollte. In einer Bürgeranhörung im Juli 2008 sprachen sich 87 Prozent der Abstimmenden für die neue Einheitsgemeinde aus. Die einzelnen Ortsteile reichen historisch weit zurück: Wieslet ist bereits 1157 belegt, Tegernau 1113, und in Neuenweg schenkte 1278 Adelheid von Rotenberg dem Kloster St. Blasien ihren gesamten Besitz. Das Gebiet der neuen Gemeinde reicht vom Hang des Belchen im Osten bis dorthin, wo die Kleine in die Große Wiese mündet, und liegt somit ganz im Südwesten des Schwarzwalds.
Oberhalb von Neuenweg steht seit 1949 das Belchenmassiv mit seiner seltenen, teils alpinen Vegetation unter Naturschutz, ebenso der eiszeitliche Karsee Nonnenmattweiher mit seiner schwimmenden Torfinsel. In Wies, dem flächenmäßig größten Ortsteil, prägen heute Berufspendler nach Lörrach und Basel das Bild, ergänzt durch Fremdenverkehr. Auf 77,6 km² zählt die Postleitzahl 2.966 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 38 je Quadratkilometer entspricht.
Nachbargemeinden sind unter anderem Schopfheim, Zell im Wiesental und die Gemeinden um Schönau im Schwarzwald mit der Postleitzahl 79677.