Über die Postleitzahl 79739
Am südöstlichen Rand des Landkreises Lörrach liegt Schwörstadt, südlich vom Rhein begrenzt, durch dessen Mitte die Grenze zur Schweiz verläuft. Zur Gemeinde gehört neben dem Hauptort der auf der Hochfläche des Dinkelbergs gelegene Ortsteil Dossenbach.
Spuren der Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, wovon der Heidenstein im Ortskern zeugt, der Rest eines Dolmens vom Typ Schwörstadt. Urkundlich erwähnt wurde der Ort 1246, 1393 erscheint er als „Swestat“. Dossenbach, erstmals 1247 genannt, wurde 1848 während der Badischen Revolution zum Schauplatz eines Gefechts, in dem württembergische Truppen die radikaldemokratische Legion Georg Herweghs vernichtend schlugen. Bei der Kreisreform Anfang der 1970er Jahre wechselte Schwörstadt vom aufgelösten Landkreis Säckingen, anders als die meisten Nachbarorte, nicht nach Waldshut, sondern in den Landkreis Lörrach. Die Ortsteile Dossenbach und Schwörstadt pflegen bis heute unterschiedliche Dialekte.
Am Rhein im Südwesten der Gemeinde steht das seit 1930 arbeitende Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt mit einer Leistung von 110 Megawatt; Fußgänger und Radfahrer können die Anlage zum Grenzübertritt in die Schweiz nutzen. 1972 war am Ort zusätzlich ein Kernkraftwerk mit drei Reaktorblöcken geplant, dem der Gemeinderat 1973 zustimmte.
2.582 Menschen leben auf 20,0 km², die Dichte liegt bei 129 je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen liegen in Rheinfelden (Baden), Schopfheim und Wehr.