Über die Postleitzahl 83059
Kolbermoor liegt im Mangfalltal im Landkreis Rosenheim und ist im Osten inzwischen fast mit Rosenheim zusammengewachsen. Die Stadt ist vergleichsweise jung: Ihren Namen erhielt sie vom Weiler Kolber zwischen Harthausen und Großkarolinenfeld, ihre Entstehung verdankt sie dem Bahnanschluss von 1859.
Die Wasserkraft der Mangfall und die günstige Bahnanbindung führten 1863 zur Gründung der Baumwollspinnerei Kolbermoor, die bis zu ihrer Schließung 1993 das Ortsbild prägte; die erhaltenen Fabrikgebäude samt Arbeitersiedlung stehen heute unter Denkmalschutz. 1876 kam mit dem Tonwerk Kolbermoor auf einer ehemaligen Presstorffabrik ein zweiter Industriezweig hinzu, der bis 2005 Dach- und Mauerziegel herstellte. Zur Stadt gehört auch der Ortsteil Schlarbhofen, benannt nach einer Sippe, deren Vorfahren zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der Pfalz in die Batschka ausgewandert waren; 1945 fanden sie über Umwege Zuflucht in der damaligen Gemeinde Pang und machten dort um 1950 die sogenannten Panger Filze urbar. Die Stadterhebung erfolgte 1963, genau hundert Jahre nach Gründung der Spinnerei.
18.389 Menschen leben auf 19,8 km², das ergibt 927 je Quadratkilometer. Wegen zahlreicher Einkaufsmärkte bezeichnet sich Kolbermoor selbst als Einkaufsstadt.
Nachbarn sind Rosenheim, Bad Aibling und Großkarolinenfeld.