Über die Postleitzahl 83109
Sechs Kilometer nördlich von Rosenheim liegt Großkarolinenfeld, umgangssprachlich schlicht „Großkaro“ genannt, mit den größeren Ortsteilen Tattenhausen, Jarezöd, Hilperting und Thann. Die Gemeinde entstand aus einer planmäßigen Ansiedlung: 1802 warben der bayerische Kurfürst und seine Gemahlin Karoline gezielt um pfälzische Siedler für das Rosenheimer Moos, und lockten mit Grund, Steuerfreiheit, Befreiung von der Militärpflicht und einem Kirchendarlehen. So ließen sich zunächst überwiegend evangelische Familien aus der pfälzischen Gegend um Heidelberg und Kaiserslautern nieder, und der neue Ort erhielt den Namen der Kurfürstin.
Bis 1972 gehörte Großkarolinenfeld zum inzwischen aufgelösten Landkreis Bad Aibling. Als die kommunistische Herrschaft in Rumänien 1989 endete, fanden zahlreiche evangelische Landler den Weg in die Gemeinde, die bis heute für ihre protestantische Prägung in einer katholisch geprägten Gegend bekannt ist. 1978 kamen im Zuge der bayerischen Gebietsreform die Gemeinde Tattenhausen und Teile von Westerndorf St. Peter hinzu. Die 1895 gegründete Raiffeisenbank, die 1938 mit jener aus Tattenhausen fusionierte, zählt bis heute zu den ältesten Arbeitgebern am Ort.
Auf 29,1 km² zählt die Postleitzahl 7.290 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 251 je km². Ein Haltepunkt an der Bahnstrecke München–Rosenheim bindet den Ort an, benachbart liegen Rosenheim, Bad Aibling, Kolbermoor und Tuntenhausen.